Stammbaum der Asen in der nordischen Mythologie

Stammbaum der Asen in der nordischen MythologieDer Stammbaum der Asen führt von den frühen Gestalten Búri und Borr zu Odin, seinen Brüdern und den nachfolgenden Göttergenerationen. Zu den bekanntesten Verbindungen gehören Odin und Jörd als Eltern Thors sowie Odin und Frigg als Eltern Baldrs. Über Thor und Baldr verzweigt sich die Familie weiter zu Magni, Modi, Thrud und Forseti. Daneben stehen Verbindungen zu Riesinnen, die Aufnahme von Wanen in die göttliche Gemeinschaft und Lokis besondere Beziehung zu Odin. Zusammen ergibt sich ein weit verzweigtes Netz aus Abstammung, Ehe und Bündnissen.

Die nordische Mythologie überliefert diese Beziehungen vor allem in den Edda-Liedern und in Snorri Sturlusons Prosa-Edda. Beide bieten wertvolle Angaben, ergeben aber nicht an jeder Stelle denselben Stammbaum. Manche Elternpaare werden ausdrücklich genannt, bei anderen Figuren bleibt ein Elternteil unbekannt oder wird unterschiedlich bestimmt. Die folgende Grafik zeigt deshalb zentrale Linien nach Snorris Edda. Die Tabelle behandelt ergänzend die Stellen, an denen Varianten oder unvollständige Angaben wichtig werden. Asgard bildet dabei den gemeinsamen göttlichen Lebensraum; wer dort zu den Göttern gehört, muss deshalb noch kein leibliches Kind Odins sein.

Stammbaum der Asen: zentrale Familienlinien nach Snorris Edda
Búri
Vater von Borr
Bölthorn
Riese und Vater Bestlas

Borr + Bestla
Gemeinsame Kinder: Odin, Vili und Vé
Odin
Vili
Vé

Der folgende Zweig führt über Odin weiter:

Odin + Jörd
↓ Sohn: Thor

Thor + Sif → Thrud

Thor + Járnsaxa → Magni

Thor → Modi
Mutter in den ausgewerteten Hauptstellen ungenannt

Sif → Ullr
Thors Stiefsohn; Vater dort ungenannt

Odin + Frigg
↓ Sohn: Baldr

Baldr + Nanna
↓ Sohn: Forseti
Odin + Grid
↓ Sohn: Vidar
Odin + Rind
↓ Sohn: Vali
Weitere Söhne Odins in Snorris Angaben: Hödur und Bragi. Ihre Mütter werden in den hier herangezogenen Hauptstellen nicht benannt.

Das Pluszeichen verbindet ausdrücklich genannte Eltern eines Kindes und bezeichnet nicht automatisch eine Ehe. Die Grafik zeigt eine Auswahl. Varianten und weitere Herkunftsangaben stehen in der Tabelle und im Text.

Der Ursprung: Búri, Borr und Bestla

Am Anfang der väterlichen Linie Odins steht Búri. Nach Gylfaginning 6 wird er von der Urkuh Auðhumla aus salzigen Eissteinen freigeleckt. Zunächst erscheinen seine Haare, danach sein Kopf und schließlich der ganze Mann. Auðhumla bringt ihn in dieser Erzählung also nicht zur Welt, sondern legt ihn frei. Búri zeugt anschließend Borr, dessen Mutter der Abschnitt nicht nennt. Borr verbindet sich mit Bestla, einer Tochter des Riesen Bölthorn. Aus dieser Verbindung gehen Odin, Vili und Vé hervor. Damit nennt die Quelle auf beiden Seiten Vorfahren, führt aber nur die väterliche Linie über Borr weiter zu Búri zurück.

Bestlas Herkunft verbindet die spätere Asenfamilie bereits in dieser frühen Generation mit den Riesen. Göttliche und riesische Verwandtschaft stehen daher nicht als vollständig voneinander getrennte Linien nebeneinander. Die drei Söhne Borrs töten anschließend Ymir und gestalten aus seinem Körper die Welt: Fleisch wird zu Erde, Blut zu Meer und Knochen zu Bergen. Die Familiengeschichte ist damit unmittelbar an die Entstehung des Kosmos gebunden. Odin beginnt seine Rolle als Weltenordner gemeinsam mit seinen Brüdern.

Odins Nachkommen im Stammbaum der Asen

Odin nimmt im Stammbaum eine zentrale Stellung ein, doch seine Kinder haben unterschiedliche Mütter. Frigg ist seine Gemahlin und ausdrücklich die Mutter Baldrs. Dieser Zweig führt mit Baldr und Nanna zur nächsten Generation: Ihr Sohn ist Forseti, der in Snorris Darstellung Streitigkeiten schlichtet und den Saal Glitnir bewohnt. Der Zusammenhang ist damit über mehrere Stufen benannt: Odin und Frigg sind die Großeltern Forsetis, Baldr und Nanna seine Eltern. Nanna wird als Tochter Neps bezeichnet. Ihre eigene väterliche Herkunft ist folglich ebenfalls überliefert, während der Text an dieser Stelle keine entsprechende mütterliche Linie ausführt.

Thor stammt dagegen von Odin und Jörd, der als göttliche Gestalt aufgefassten Erde. Vidar ist ein Sohn Odins und der Riesin Grid, Vali ein Sohn Odins und Rinds. Auch Hödur und Bragi werden im Skáldskaparmál als Odins Söhne bezeichnet, ohne dass die dortigen Angaben ihre Mütter benennen. Der Titel Allvater darf deshalb nicht als vollständige Aufstellung leiblicher Nachkommen gelesen werden. Der Historiker und Edda-Autor Snorri Sturluson veranschaulicht Odins Vorrang in Gylfaginning 20 mit dem Vergleich: So mächtig die anderen Götter auch sind, dienen sie ihm alle wie Kinder ihrem Vater. Die eigene Übersetzung aus dem Altnordischen zeigt, dass hier zugleich Herrschaft und göttliche Autorität beschrieben werden.

Grid und Rind: Weitere Zweige von Odins Familie

Grid tritt als Vidars Mutter auch in einer Erzählung über Thor auf. Im Skáldskaparmál 26 macht Thor auf dem Weg zu Geirröd bei ihr Rast. Weil er ohne seine üblichen Ausrüstungsstücke unterwegs ist, warnt die Riesin ihn vor dem gefährlichen Gastgeber und leiht ihm Kraftgürtel, Eisenhandschuhe und ihren Stab. Damit ist Grid nicht nur ein Name innerhalb einer Abstammungslinie. Sie greift unterstützend in das Handeln der Götter ein. Ihr Sohn Vidar und Thor haben Odin zum gemeinsamen Vater; die Begegnung verbindet also verschiedene mütterliche Zweige derselben väterlichen Familie. Zugleich zeigt sie eine Riesin als Helferin eines Gottes.

Valis Mutter Rind erhält in der Familienübersicht einen eigenen Platz. Das Skáldskaparmál nennt Vali sowohl Sohn Odins und Rinds als auch Stiefsohn Friggs. Die Quelle unterscheidet damit selbst zwischen Mutterschaft und der Stellung innerhalb von Odins ehelichem Haushalt. Außerdem bezeichnet sie Vali als Rächer Baldrs und Gegner beziehungsweise Töter Hödurs. Die Abstammung führt hier mitten in einen Konflikt unter Odins Söhnen: Auf den Tod Baldrs folgt Vergeltung gegen Hödur. Der Stammbaum hilft, diese Handlungen als Familiengeschichte zu verstehen. Vali gehört zu Odins Nachkommen, ist aber deshalb weder mit Baldr noch mit Vidar in einer einzigen gemeinsamen Mutterlinie zusammenzufassen.

Thor, Sif und Járnsaxa: Kinder und Stiefsohn

Thors Familie bildet einen weiteren wichtigen Zweig. Mit Sif ist er verheiratet; als gemeinsame Tochter wird Thrud genannt. Sif ist außerdem die Mutter Ullrs, den Snorri ausdrücklich als Thors Stiefsohn bezeichnet. Ullr gehört damit zum familiären Umfeld, ohne in dieser Überlieferung als leiblicher Sohn Thors zu gelten. Sein Vater wird in den herangezogenen Stellen nicht genannt. Diese Unterscheidung ist für eine Grafik entscheidend: Eine Verbindungslinie von Thor und Sif zu sämtlichen Kindern Sifs würde aus einem Stiefverhältnis eine Abstammung machen. Gerade die Formulierungen des Skáldskaparmál liefern hier eine klare Grundlage, weil sie Sifs Mutterschaft und Thors Stiefvaterschaft getrennt benennen.

Magni ist dagegen ausdrücklich der Sohn Thors und Járnsaxas. Seine außergewöhnliche Kraft zeigt sich in der Erzählung vom Kampf gegen Hrungnir: Der besiegte Riese liegt mit einem Bein auf Thor, und selbst die herbeikommenden Asen können ihn nicht befreien. Erst der gerade drei Nächte alte Magni hebt das Bein fort. Thor belohnt ihn mit dem Pferd Gullfaxi. Neben Magni wird Modi als Sohn Thors genannt; eine Mutter Modis nennen die für diese Übersicht verwendeten Hauptstellen nicht. Magni und Modi einfach zusammen mit Thrud als Kinder Sifs einzuzeichnen wäre deshalb ungenau. Die väterliche Verbindung ist für alle drei gegeben, die mütterliche Linie jedoch unterschiedlich gut überliefert.

Tyr, Hödur und Heimdall: Wo die Überlieferung offenbleibt

Bei Tyr begegnen ausdrücklich verschiedene Angaben. Das Skáldskaparmál nennt ihn einen Sohn Odins. Im Edda-Lied Hymiskviða führt Tyr Thor dagegen zum Riesen Hymir und erklärt, sein Vater besitze einen gewaltigen Kessel. Die Handlung baut auf dieser Familienbeziehung auf: Die beiden Götter suchen Hymirs Haus auf, um den Kessel für ein Göttergelage zu beschaffen. Beide Aussagen sollten deshalb mit ihrem jeweiligen Text verbunden bleiben. Ein Stammbaum, der Tyr kommentarlos nur einem Vater zuordnet, verdeckt die abweichende Überlieferung. Die Variante bedeutet auch nicht, dass Hymir zusätzlich zu Odin in dieselbe gewöhnliche Elternpaarung eingetragen werden könnte.

Andere Schwierigkeiten entstehen durch fehlende Angaben. Hödur wird als Sohn Odins und als derjenige beschrieben, der Baldr tötet; daraus ergibt sich noch keine ausdrückliche Benennung Friggs als seiner Mutter. Für Baldr ist ihre Mutterschaft belegt, für Hödur bleibt sie in den hier ausgewerteten Hauptstellen ungenannt. Heimdalls Herkunft folgt wiederum einem besonderen Erzählmuster: In Gylfaginning 27 gebären ihn neun miteinander verschwisterte Mütter. Das lässt sich nicht ohne Weiteres in ein einziges gewöhnliches Elternpaar übertragen. Ein übersichtlicher Stammbaum darf solche Figuren ergänzend aufführen und die Herkunft erläutern, statt jede offene Verbindung durch eine vermeintlich passende Linie zu schließen.

Überlieferungsfragen im Stammbaum der Asen

Varianten, fehlende Angaben und unterschiedliche Beziehungsarten
Gestalt Überlieferte Beziehung Textgrundlage Folge für den Stammbaum
Tyr Odin oder Hymir als Vater Skáldskaparmál 16 nennt Odin; Hymiskviða 4–11 setzt Hymir als Vater voraus. Abweichende Überlieferungen getrennt kennzeichnen.
Hödur Mutter in den ausgewerteten Hauptstellen ungenannt Skáldskaparmál 20 nennt Odin als Vater. Frigg nicht allein aus ihrer Ehe mit Odin als Mutter ergänzen.
Modi Vater Thor; Mutter dort ungenannt Skáldskaparmál 11 und Gylfaginning 53. Nicht ohne zusätzlichen Beleg als Sohn Sifs darstellen.
Ullr Sifs Sohn und Thors Stiefsohn Gylfaginning 31; Skáldskaparmál 21. Stiefverhältnis von leiblicher Abstammung unterscheiden.
Heimdall Neun Mütter, die Schwestern sind Gylfaginning 27. Keine gewöhnliche Elternpaarung erfinden.
Loki Andere Elternlinie und Bindung zu Odin Gylfaginning 33; Lokasenna 9. Blutsbrüderschaft ist keine Vaterschaft Odins.
Freyr und Freyja Kinder Njörds und Geschwister Gylfaginning 23–24. Zugehörigkeit zur Göttergemeinschaft ist keine Abstammung von Odin.
Búri Von Auðhumla aus dem Eis freigelegt Gylfaginning 6. Auðhumla nicht als seine ausdrücklich genannte Mutter eintragen.

Loki und seine Kinder: Zugehörigkeit ist keine Abstammung

Loki wird von Snorri zu den Asen gerechnet, hat aber eine andere Elternlinie. Sein Vater ist der Riese Fárbauti, seine Mutter heißt Laufey beziehungsweise Nál. Er ist daher in den ausgewerteten Edda-Stellen kein Sohn Odins. Ihre besondere Bindung erklärt Lokasenna 9 über eine andere Beziehung: Loki erinnert Odin daran, dass beide einst ihr Blut vermischt hätten. Diese Stelle wird als Hinweis auf Blutsbrüderschaft verstanden. Eine solche eingegangene Verbindung ist von leiblicher Verwandtschaft zu unterscheiden. Mit seiner Frau Sigyn hat Loki einen Sohn, den die Gylfaginning Nari oder Narfi nennt. Damit besitzt er einen eigenen Familienzweig neben den Nachkommen Odins.

Mit der Riesin Angrboda zeugt Loki Fenrir, die Midgardschlange Jörmungandr und Hel. Diese Geschwister werden für die Geschichte der Götter besonders folgenreich: Fenrir und die Midgardschlange treten ihnen im letzten Kampf entgegen, während Hel mit dem Aufenthaltsort der Toten verbunden ist. Eine weitere, andersartige Elternschaft erzählt Snorri beim Bau der Götterbefestigung. Loki nimmt Stutengestalt an und bringt nach seiner Begegnung mit dem Hengst Svaðilfari Sleipnir zur Welt, das achtbeinige Pferd. Loki ist hier die Mutter, Svaðilfari der Vater. Dass Sleipnir später Odins Reittier ist, begründet dagegen keine Abstammung von Odin. Der Familienzweig lässt sich somit nur mit klar bezeichneten Beziehungen sinnvoll darstellen.

Asen, Wanen und die Aufnahme in die Göttergemeinschaft

Auch die Wanen müssen von Odins Nachkommenschaft unterschieden werden. Njörd gehört nach Snorris Darstellung ursprünglich nach Vanaheim und gelangt als Geisel im Rahmen eines Friedensschlusses zur anderen Göttergruppe. Freyr und Freyja sind seine Kinder und untereinander Geschwister. Ihre Einbindung in dieselbe göttliche Gemeinschaft macht sie nicht zu Kindern Odins. Snorri kann Freyr dennoch unter den Asen und Freyja unter den Göttinnen hervorheben. Für Njörds Kinder nennt Gylfaginning 24 an dieser Stelle keine Mutter.

Njörds Verbindung mit Skadi zeigt eine weitere Form der Verflechtung. Skadi ist die Tochter des Riesen Thjazi. Nachdem die Asen ihren Vater getötet haben, erscheint sie bewaffnet und verlangt einen Ausgleich. Zur Versöhnung darf sie einen Mann anhand seiner Füße wählen. Sie hält die besonders schönen Füße für diejenigen Baldrs, entscheidet sich tatsächlich aber für Njörd. Ihre Ehe verbindet damit Riesengeschlecht, Wanenherkunft und göttliche Gemeinschaft. Die Geschichte ihrer unvereinbaren Wohnwünsche – Skadi zieht es in die Berge, Njörd ans Meer – entfaltet diese Beziehung weiter. Aus der genannten Ehe folgt jedoch nicht automatisch, dass Skadi auch die Mutter Freyrs und Freyjas wäre.

Asgard und Ragnarök: Die Familie über mehrere Generationen

Asgard bildet in Snorris Darstellung das Zentrum der Göttergemeinschaft. Innerhalb ihrer Welt besitzen einzelne Gestalten eigene Wohnstätten: Thor bewohnt Bilskirnir, Baldr Breidablik und Forseti Glitnir. Solche Ortsangaben ergänzen die Familienbeziehungen um unterschiedliche Haushalte und Aufgaben. Der Wohnort allein erklärt jedoch keine Abstammung. Auch beim Übergang zwischen germanischer Mythologie im weiteren Sinne und den nordischen Edda-Erzählungen müssen Namen und Überlieferungsräume berücksichtigt werden. Die Grafik folgt hier den nordischen Gestalten und ihren ausdrücklich genannten Beziehungen. Sie setzt nicht voraus, dass sämtliche germanischsprachigen Gesellschaften denselben vollständigen Götterstammbaum erzählten.

Die Bedeutung der nächsten Generation wird in den Ragnarök-Erzählungen besonders deutlich. Fenrir verschlingt Odin; dessen Sohn Vidar rächt den Vater. Nach dem Untergang bleiben nach Vafþrúðnismál 51 Vidar und Vali bestehen, während Magni und Modi Thors Hammer Mjölnir erhalten. Die väterlichen Linien verbinden sich hier mit Nachfolge, Bewahrung und Vergeltung. In Völuspá 62 kehren außerdem Baldr und Hödur in die erneuerte Götterwelt zurück; Snorri nimmt ihre gemeinsame Wiederkehr ebenfalls auf. Der Stammbaum der Asen erfasst damit mehr als die Herkunft einzelner Namen: Er erklärt, weshalb bestimmte Götter füreinander handeln, väterliche Aufgaben weiterführen oder nach dem Ende der bisherigen Ordnung erneut miteinander verbunden erscheinen.

Häufige Fragen zum Stammbaum der Asen

Wer sind Odins Eltern?

Nach Gylfaginning 6 sind Borr und Bestla die Eltern Odins. Seine Brüder heißen Vili und Vé.

Ist Thor ein Sohn von Odin und Frigg?

Thor ist ein Sohn Odins und Jörds. Frigg ist in dieser Überlieferung nicht seine Mutter.

Wer sind Thors Kinder?

Als Kinder Thors werden Magni, Modi und Thrud genannt. Magni hat Járnsaxa zur Mutter, Thrud Sif; Modis Mutter bleibt in den hier verwendeten Hauptstellen ungenannt.

Ist Loki mit Odin verwandt?

Loki ist in den ausgewerteten Edda-Stellen kein Sohn Odins. Lokasenna 9 beschreibt eine frühere Vermischung ihres Blutes, die als Blutsbrüderschaft verstanden wird.

Warum gibt es verschiedene Stammbäume der Asen?

Die Edda-Texte nennen nicht für alle Götter dieselben oder vollständige Elternangaben. Bei Tyr unterscheiden sich die Überlieferungen ausdrücklich: Das Skáldskaparmál nennt Odin, die Hymiskviða setzt Hymir als Vater voraus.

Gehören Freyr und Freyja zu Odins Kindern?

Freyr und Freyja sind die Kinder Njörds und gehören zur Wanenfamilie. Ihre Einbindung in die Göttergemeinschaft um Asgard macht sie nicht zu leiblichen Nachkommen Odins.

Quellen und weiterführende Literatur

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Stand der Informationen: 29. Oktober 2026