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Svartalfheim: Heimat der Zwerge in der nordischen Mythologie

SvartalfheimSvartalfheim wird in der nordischen Mythologie als Heimat der Zwerge und als Welt der Schwarzalben beschrieben. Der Ort begegnet in der Prosa-Edda Snorri Sturlusons, wenn die Götter besondere Hilfe benötigen: Skírnir reist dorthin, um die Fessel Gleipnir herstellen zu lassen, und Loki sucht dort den Zwerg Andvari auf. Beide Geschichten verbinden die verborgene Welt mit Fähigkeiten und Reichtümern, über die selbst die Götter nicht ohne Weiteres verfügen. Svartalfheim erhält seine Bedeutung dadurch vor allem als Ziel solcher Reisen. Eine ausführliche Beschreibung seiner Landschaft, seiner Siedlungen oder seiner politischen Ordnung liefern die genannten Erzählungen dagegen nicht.

Zum Verständnis gehören die Bezeichnungen Zwerge, Schwarzalben und Dunkelalben, deren Verhältnis in den mittelalterlichen Texten nicht überall gleich erscheint. Außerdem wird Svartalfheim häufig mit Nidavellir verbunden und in Übersichten der neun Welten eingeordnet. Diese Zusammenhänge sind nachvollziehbar, müssen aber aus den jeweiligen Quellen erklärt werden. Die nordische Mythologie wurde über verschiedene Gedichte und Prosatexte überliefert, die keine vollständig übereinstimmende Weltkarte bilden. Besonders anschaulich wird die Heimat der Zwerge deshalb durch konkrete Geschichten: die Bindung Fenrirs, Lokis Verhandlungen mit Zwergenschmieden und den Erwerb eines Schatzes, dessen Fluch weit über seinen ursprünglichen Besitzer hinauswirkt.

Svartalfheim als Reiseziel: zwei Aufträge der Götter

Svartalfheim

In beiden Geschichten werden dort ausdrücklich Zwerge aufgesucht.

Skírnirs Reise · Gylfaginning

Auftrag: Fenrir binden.
Weg: Odin schickt Skírnir hinab zu den Zwergen.
Ergebnis: Die Zwerge schaffen Gleipnir.

Lokis Reise · Skáldskaparmál

Auftrag: Gold für Otrs Tötung beschaffen.
Weg: Odin schickt Loki zu Andvari.
Ergebnis: Loki nimmt den Schatz und den verfluchten Ring.

Die Grafik zeigt erzählte Verbindungen, keine Karte der neun Welten. Skírnir bringt die Fessel zu den Göttern; Loki bringt den Schatz zu Hreidmar.

Was ist Svartalfheim und was bedeutet der Name?

Die altnordische Namensform lautet Svartálfaheimr. Sie lässt sich ungefähr als „Heim“ oder „Welt der Schwarzalben“ wiedergeben. In deutschen Darstellungen erscheint daneben häufig die Bezeichnung Dunkelalbenheim. Für die Einordnung ist wichtig, dass Snorri beim Besuch dieses Ortes ausdrücklich Zwerge nennt. Der Name mit seinem Bezug auf Alben und die Bezeichnung der Bewohner als Zwerge stehen somit im selben Erzählzusammenhang. Svartalfheim ist nicht allein aus der Übersetzung des Namens zu erklären. Erst die Handlung zeigt, welche Wesen dort aufgesucht werden und weshalb der Ort für die Götter wichtig ist. Die Verbindung mit besonderem Handwerk entsteht aus diesen Begegnungen, während der Name selbst zunächst auf die Schwarzalben verweist.

In der Gylfaginning wird Skírnir nach unten zu den Zwergen geschickt. Diese Bewegungsrichtung passt zu weiteren Nachrichten, nach denen Zwerge in Erde und Steinen wohnen. Dadurch liegt es nahe, Svartalfheim als eine verborgene, unterirdisch vorgestellte Welt zu verstehen. Wie tief sie liegt und wie ihre einzelnen Aufenthaltsorte miteinander verbunden sind, wird jedoch nicht beschrieben. Auch Andvari erscheint nicht einfach in einer gewöhnlichen Schmiedewerkstatt: Loki trifft ihn als Fisch im Wasser und gelangt anschließend an das Gold in seiner steinernen Behausung. Die Heimat der Zwerge umfasst in den Geschichten somit unterschiedliche Motive. Erde, Fels, Wasser und verborgener Besitz sind greifbare Bezüge, aus denen sich keine vollständige Topografie mit festgelegten Grenzen ableiten lässt.

Zwerge, Schwarzalben und Dunkelalben

Snorri unterscheidet an einer anderen Stelle Lichtalben und Dunkelalben. Die Lichtalben wohnen in Alfheim, während die Dunkelalben unten in der Erde leben. Die altnordischen Wörter ljósálfar und dökkálfar entsprechen dabei nicht genau dem Ausdruck svartálfar, der im Namen Svartalfheim steckt. Übersetzungen können diese Unterschiede durch ähnliche deutsche Bezeichnungen verdecken. Zugleich verbindet Snorri die Schwarzalben in der Geschichte von Sifs Haar ausdrücklich mit Wesen, die er anschließend Zwerge nennt. Die Gleichsetzung besitzt daher eine Grundlage im Text. Ob damit für sämtliche überlieferten Alben eine durchgehende Einteilung feststeht, ist eine andere Frage. Die einzelnen Stellen erlauben es, Überschneidungen zu erkennen, ohne alle Namen automatisch auf eine überall identische Gruppe festzulegen.

Die Gylfaginning erzählt außerdem vom Ursprung der Zwerge im Leib des Urriesen Ymir. Zunächst werden sie mit Maden im Fleisch verglichen; durch eine Entscheidung der Götter erhalten sie menschliche Gestalt und Verstand. Ihre Verbindung mit Erde und Stein bleibt bestehen. Diese Herkunft erklärt die Bewohnerwelt jedoch nicht durch eine gewöhnliche menschliche Besiedlung, sondern ordnet sie in die Entstehung des Kosmos ein. Auch der Zwerg Alvíss sagt in einem eddischen Gedicht, dass er unter der Erde und unter Felsen wohne. Damit ergänzt die poetische Überlieferung das Bild unterirdischer Aufenthaltsorte. Svartalfheim steht innerhalb dieser Vorstellungen für einen benannten Zugang zu den Zwergen, während ihre Herkunft und Wohnweise auch in Texten behandelt werden, die den Ortsnamen selbst nicht verwenden.

Gleipnir: die Fessel aus Svartalfheim

Die Bindung des Wolfs Fenrir gehört zu den wichtigsten Geschichten, in denen Svartalfheim ausdrücklich genannt wird. Die Götter beobachten sein Wachstum und fürchten die angekündigte Gefahr. Zwei starke Fesseln, Lædingr und Drómi, halten ihn nicht: Fenrir zerreißt sie und beweist damit seine zunehmende Kraft. Daraufhin schickt Odin, als Allvater bezeichnet, Freyrs Diener Skírnir zu den Zwergen. Sie sollen eine andere Art von Fessel schaffen. Gleipnir besteht aus sechs ungewöhnlichen Bestandteilen: dem Geräusch eines Katzentritts, dem Bart einer Frau, den Wurzeln eines Berges, den Sehnen eines Bären, dem Atem eines Fisches und dem Speichel eines Vogels. Die Erzählung erklärt ihre außergewöhnliche Festigkeit somit durch Stoffe, die sich gewöhnlicher menschlicher Herstellung entziehen.

Gleipnir wirkt weich und glatt wie ein Seidenband, besitzt aber eine Kraft, die das Aussehen nicht erkennen lässt. Fenrir misstraut deshalb dem Versuch und verlangt eine Sicherheit: Einer der Götter soll seine Hand in sein Maul legen. Týr übernimmt diese Aufgabe. Als Fenrir die Fessel nicht zerreißen kann und seine Gefangenschaft erkennt, verliert Týr die Hand. Der Auftrag an die Zwerge ist erfolgreich, verlangt von den Göttern aber einen hohen Preis. Svartalfheim erscheint hier als Herkunftsort eines Gegenstands, der rohe Stärke überwindet. Die eigentliche Bindung findet anschließend auf der Insel Lyngvi statt. Herkunft und Verwendung der Fessel gehören damit zu verschiedenen Orten innerhalb derselben Geschichte; die Zwergenwelt ist der Ausgangspunkt der Lösung, nicht der Schauplatz von Fenrirs Gefangenschaft.

Zwergenwerke und Schätze: Herkunft, Empfänger und Wirkung

Gleipnir und Andvaris Schatz stehen unmittelbar mit Reisen nach Svartalfheim in Verbindung. Die übrigen Kleinode gehören zur Erzählung von den Zwergenschmieden; ihr Herstellungsort wird nicht jeweils ausdrücklich als Svartalfheim bezeichnet.
Gegenstand Hersteller / Besitzer Empfänger / Verwendung Besondere Eigenschaft
Gleipnir Nicht namentlich genannte Zwerge Götter; zur Bindung Fenrirs Seidenartig wirkende Fessel von außergewöhnlicher Festigkeit.
Sifs goldenes Haar Söhne Ivaldis Sif Wächst nach dem Aufsetzen wie natürliches Haar.
Gungnir Söhne Ivaldis Odin Speer, dessen Stoß nach Snorri nicht aufgehalten wird.
Skidbladnir Söhne Ivaldis Freyr Erhält günstigen Wind und lässt sich zusammenfalten.
Gullinborsti Brokkr und Sindri Freyr Goldener Eber; seine Borsten erhellen die Dunkelheit.
Draupnir Brokkr und Sindri Odin Alle neun Nächte entstehen acht weitere Ringe gleichen Gewichts.
Mjölnir Brokkr und Sindri Thor Hammer mit kurzem Stiel; kehrt nach dem Wurf zurück.
Andvaranaut Andvari als Besitzer Über Loki und Odin Teil der Zahlung an Hreidmar Ring mit Bezug zu Goldvermehrung und dem Fluch des Schatzes.

Die Zwergenschmiede und die Kleinode der Götter

Die Verbindung zwischen Zwergen und außergewöhnlichen Gegenständen wird in der Geschichte von Sifs Haar erweitert. Loki schneidet der Frau Thors die Haare ab und muss unter dem Druck des erzürnten Gottes Ersatz beschaffen. Er verspricht, Schwarzalben goldenes Haar herstellen zu lassen, das wie natürliches Haar wachsen soll. Anschließend besucht er die als Zwerge bezeichneten Söhne Ivaldis. Diese fertigen neben dem Haar auch Odins Speer Gungnir und Freyrs Schiff Skidbladnir. Das Schiff wird bereits im Gedicht Grímnismál als Werk der Ivaldi-Söhne genannt. Für Svartalfheim ist diese Geschichte vor allem wegen der Verbindung von Schwarzalben und Zwergen wichtig. Der Text benennt die Handwerker deutlich, legt aber nicht für jeden einzelnen Gegenstand ausdrücklich denselben Herstellungsort fest.

Aus Lokis Versuch, die ersten Werke durch eine Wette zu übertreffen, entstehen weitere Kleinode. Brokkr und sein Bruder, in der hier verwendeten Übersetzung Sindri genannt, fertigen den goldenen Eber Gullinborsti, den Ring Draupnir und Thors Hammer Mjölnir. Loki stört die Arbeit in Gestalt einer Fliege. Beim letzten Werk unterbricht Brokkr kurz das Blasen des Blasebalgs, sodass der Hammer einen verkürzten Stiel erhält. Dennoch erklären die Götter Mjölnir zum wertvollsten der vorgelegten Werke, weil er besonderen Schutz gegen die Riesen bietet. Die mit Svartalfheim verbundene Vorstellung göttlicher Handwerkskunst erhält dadurch einen anschaulichen Hintergrund. Die Gegenstände verleihen ihren Besitzern Beweglichkeit, Reichtum oder Kampfkraft; ihre Besonderheiten entstehen aus dem Können der Zwerge und aus den Umständen ihrer Herstellung.

Andvari, Loki und der Fluch des Goldes

Ein zweiter ausdrücklicher Besuch in Svartalfheim führt Loki zu Andvari. Der Anlass ist eine Schuld der Götter: Loki hat einen Otter getötet, ohne zu wissen, dass es sich um Otr, den verwandelten Sohn Hreidmars, handelt. Als Ausgleich verlangen die Angehörigen, das Otterfell mit Gold zu füllen und vollständig zu bedecken. Odin schickt Loki zu Andvari, der als Fisch im Wasser lebt und große Reichtümer besitzt. Loki zwingt ihn, den Schatz herauszugeben. Einen Ring versucht der Zwerg zurückzuhalten, weil er damit seinen Reichtum erneuern kann. Doch auch diesen nimmt Loki an sich. Andvari belegt den Ring daraufhin mit einem Fluch. Svartalfheim wird damit als Aufenthaltsort eines Besitzers von verborgenem Gold sichtbar, dessen Wegnahme eine neue Gefahr erzeugt.

Die Geschichte ist auch in den Reginsmál überliefert, dort mit eigenen Einzelheiten. Loki fängt Andvari mithilfe des Netzes der Meeresgöttin Rán; der Ring wird in der begleitenden Prosa Andvaranaut genannt. Für die Zahlung an Hreidmar muss schließlich auch dieser Ring verwendet werden, damit kein Haar des Otterfells unbedeckt bleibt. Die Schuld ist beglichen, doch das Gold bringt Streit und Tod in die Familie. Fafnir eignet sich den Schatz an, und die Erzählung führt weiter in den Stoff um Sigurd. Die Verbindung zu Svartalfheim liegt bei Snorri am Anfang dieses Weges. Der Fluch beschreibt jedoch nicht die Eigenschaften sämtlicher Bewohner der Zwergenwelt. Er entsteht aus einer bestimmten Begegnung, in der Zwang, Besitz und die Bedingungen einer geforderten Entschädigung zusammenwirken.

Svartalfheim, Nidavellir und die neun Welten

Nidavellir begegnet in der Völuspá als Ort einer goldenen Halle für Sindris Geschlecht. Diese Nachricht wird gewöhnlich mit den Zwergen verbunden und erklärt, weshalb Nidavellir und Svartalfheim in vielen Übersichten nebeneinanderstehen oder als zwei Namen derselben Welt erscheinen. Die erhaltenen Stellen setzen die beiden Namen jedoch nicht ausdrücklich gleich. Die Halle in der Völuspá und die Reiseziele in Snorris Prosa ergeben vielmehr unterschiedliche Zugänge zur Vorstellung einer Zwergenwelt. Der Name Sindri allein liefert zudem keine ausführliche Geschichte über einen einheitlichen Herrscher aller Zwerge. Die Verbindung der Orte ist daher als Einordnung zu erläutern. Sie ist verständlich, weil beide mit Zwergen in Beziehung stehen, erlaubt aber keine genaue Karte ihrer räumlichen Übereinstimmung.

Auch die Zuordnung zu den neun Welten braucht diesen Blick auf die Quellen. Die Völuspá erwähnt neun Welten, ohne an dieser Stelle sämtliche Namen aufzuzählen. In den Vafþrúðnismál verbindet der Riese Vafþrúðnir sein Wissen ebenfalls mit Reisen durch neun Welten und mit Niflhel. Diese Aussagen belegen die Bedeutung der Zahl, bilden aber keine vollständige Liste mit festgelegten Plätzen für Svartalfheim und Nidavellir. Moderne Übersichten verbinden die verstreuten Ortsnamen zu einem anschaulichen System. Die Heimat der Zwerge erhält darin häufig einen eigenen Platz neben den Bereichen der Götter, Menschen und Riesen. Welche Bezeichnung verwendet wird, hängt dabei von der gewählten Zusammenstellung ab. Die mittelalterlichen Zeugnisse erschließen die Welt stärker durch Bewohner, Reisen und Ereignisse als durch eine einheitlich beschriebene räumliche Ordnung.

Zwergenwissen und die Grenzen ihrer Macht

Die Bedeutung der Zwerge reicht über Schmieden und Gold hinaus. Im Gedicht Alvíssmál tritt Alvíss als kundiger Gesprächspartner Thors auf. Er will dessen Tochter heiraten und muss dafür erklären, wie verschiedene Wesen Erde, Himmel, Sonne, Meer und andere Erscheinungen benennen. Seine Antworten zeigen ein Wissen, das mehrere Bereiche der Welt umfasst. Thor hält ihn jedoch so lange im Gespräch, bis der Tag ihn erreicht. Am Ende fällt Sonnenlicht in die Halle. Das Gedicht verbindet den unterirdisch wohnenden Zwerg damit zugleich mit einer Grenze seiner Sicherheit. Für das Verständnis von Svartalfheim ergänzt diese Episode die Handwerksgeschichten um Sprache, Wissen und Verwundbarkeit. Der Zwerg besitzt besondere Kenntnisse, kann aber dennoch durch die List eines Gottes in eine gefährliche Situation geraten.

Bei Ragnarök erscheint die Bindung an den Stein erneut: Die Völuspá beschreibt Zwerge vor steinernen Türen, während die Welt in Unruhe gerät. Die Stelle nennt Svartalfheim nicht und erzählt keine gesonderte Zerstörung dieses Ortes. Sie zeigt jedoch, dass die Zwerge zur bedrohten Welt gehören und die Ereignisse wahrnehmen. Ihre Werke behalten zugleich eine Bedeutung über den Untergang hinaus. In den Vafþrúðnismál werden Módi und Magni, die Söhne Thors, als künftige Besitzer Mjölnirs genannt. Das besondere Handwerk verbindet dadurch verschiedene Phasen der Göttergeschichte. Die Heimat der Zwerge ist in diesen Erzählungen eine Quelle von Fähigkeiten und Gegenständen, deren Folgen außerhalb der verborgenen Wohnorte sichtbar werden. Svartalfheim erschließt sich deshalb besonders durch solche Beziehungen zu den übrigen Gestalten und Orten der nordischen Mythologie.

Quellen und weiterführende Literatur

  1. Snorri Sturluson: die beiden Reisen nach Svartalfheim
    Prosa-Edda, Gylfaginning: Kapitel XIV zur Herkunft der Zwerge, XVII zu Licht- und Dunkelalben sowie XXXIV zu Gleipnir. Übersetzung von Arthur Gilchrist Brodeur (1916); Kapitelzählung dieser Ausgabe.
    Prosa-Edda, Skáldskaparmál: Kapitel XXXV zu den Zwergenschmieden und XXXIX–XL zu Andvari und dem Gold. Übersetzung von Arthur Gilchrist Brodeur (1916).
  2. Völuspá: Zwerge, Nidavellir und Ragnarök
    Völuspá, besonders Strophen 2, 9–16, 37 und 48: neun Welten, Zwergennamen, Sindris Halle und steinerne Türen. Übersetzung von Henry Adams Bellows (1923).
  3. Grímnismál und Vafþrúðnismál: Kleinode und Weltvorstellungen
    Grímnismál 43–44: Skidbladnir als Werk der Söhne Ivaldis und als herausragendes Schiff.
    Vafþrúðnismál 43 und 51: neun Welten und Mjölnirs spätere Besitzer Módi und Magni. Übersetzung beider Gedichte von Henry Adams Bellows.
  4. Reginsmál: Andvari und die Zahlung an Hreidmar
    Reginsmál, einleitende Prosa und Strophen 1–10 mit Begleitprosa: Andvari, Ráns Netz, Andvaranaut und der Fluch des Goldes. Übersetzung von Henry Adams Bellows.
  5. Alvíssmál: unterirdischer Wohnort und Zwergenwissen
    Alvíssmál, besonders Strophen 3, 9–34 und 35: Alvíss’ Wohnort, seine Antworten und das Ende bei Tageslicht. Übersetzung von Henry Adams Bellows.
  6. Forschung zum Verhältnis von Alben und Zwergen
    Alaric Hall: The Meanings of Elf, and Elves, in Medieval England (Dissertation, 2004), Kapitel 2, besonders Seiten 31–33. Untersuchung von Snorris Begriffen und ihrer Überlieferung.

Häufige Fragen zu Svartalfheim

Was bedeutet der Name Svartalfheim?

Svartalfheim geht auf das altnordische Svartálfaheimr zurück und bedeutet ungefähr „Heim“ oder „Welt der Schwarzalben“. In Snorris Erzählungen werden dort ausdrücklich Zwerge aufgesucht.

Sind Zwerge und Dunkelalben dasselbe?

Snorri verbindet Schwarzalben in mehreren Erzählungen mit Zwergen. Das Verhältnis zu den als dökkálfar bezeichneten Dunkelalben ist weniger eindeutig. Die Begriffe lassen sich deshalb nicht für sämtliche Quellen zu einer vollständig einheitlichen Einteilung zusammenfassen.

Sind Svartalfheim und Nidavellir derselbe Ort?

Beide Namen werden mit Zwergen verbunden und in vielen Übersichten gleichgesetzt. Die erhaltenen Textstellen erklären jedoch nicht ausdrücklich, dass Svartalfheim und Nidavellir zwei Namen desselben Ortes sind.

Welche Bedeutung hat Svartalfheim für die Götter?

Skírnir reist dorthin, um die Fessel Gleipnir von Zwergen anfertigen zu lassen. Loki sucht dort bei Snorri den Zwerg Andvari auf und nimmt dessen Gold. Der Ort verbindet die Götterwelt damit mit besonderen Fähigkeiten und verborgenen Reichtümern.

Transparenzhinweis

Dieser Artikel wurde mit KI-Unterstützung erstellt und anhand der genannten Quellen auf sachliche Plausibilität geprüft. Die abschließende redaktionelle Freigabe liegt beim Herausgeber. Mythologische Namen, Ortsvorstellungen und Erzählungen können je nach Text und Übersetzung voneinander abweichen. Alle Angaben ohne Gewähr.

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